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Dieser Auftrag fiel nicht durch seine Größe,
sondern mehr durch die besonderen Umstände auf:
Das Original war aus getrocknetem Brotteig, dass der Künstler Egon Schiele zu Beginn des letzten Jahrhunderts im Gefängnis zu einem kleinen Köpfchen formte und auf keinen Fall beschädigt werden durfte.
Mit der anfragenden Galerie Utermann aus Düsseldorf wurde dann das weitere Vorgehen besprochen, weil mit herkömmlichen Methoden ein Abformen mit Silikon nicht möglich war.
Mit Hilfe der Computertechnik wurde das ca. 3 cm große Modell gescannt und in Kunststoff reproduziert. Jetzt war eine Abformung ohne Probleme möglich. Als die ersten Exemplare gegossen waren bekamen wir aber einen großen Schreck: Es tauchten plötzlich Fingerabdrücke auf. Doch die Angst, jemand von uns könnte die Wachsmodelle zu grob angefasst haben erwies sich als unbegründet, die Fingerabdrücke stammten vom Modell und müssen von Schiele selbst sein. Sie haben nahezu einhundert Jahre auf dem Brotteig überlebt und sind trotz der vielen Bearbeitungsschritte erhalten geblieben.
Auch eine Leitungsfähigkeit auf die wir stolz sind.
Übrigens wurden die Güsse weiter ins „Museum of Modern Art“ in New York geliefert.
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